Über 3.000 Veranstaltungen, mehr als 24.000 Teilnehmer – und die Überzeugung, dass technische Kompetenz erst durch Kommunikation ihre volle Wirkung entfaltet.

Vom Norden Deutschlands ins Herz des deutschen Maschinen- und Automobilbaus – und von dort in die eigene Unternehmung.
Aufgewachsen in Kiel, Abitur vor dem Wehrdienst, anschließend Studium der Betriebswirtschaft an den Universitäten Bayreuth und Göttingen. Es folgten vier Jahre im Außendienst eines deutsch-amerikanischen Pharmaunternehmens – die Schule für Verhandlungsgeschick, Kundenkontakt und Selbstorganisation im Feld. Schon bald kam eine weitere Aufgabe hinzu: das Anlernen junger Kolleginnen und Kollegen für deren eigene Außendienstgebiete und die Übernahme wachsender Verantwortung. Aus dieser Erfahrung entstand eine Vision, die Bernd Grossmann bis heute beflügelt und motiviert – eigenes Wissen weiterzugeben. Das gilt beruflich ebenso wie privat (siehe Ehrenamt): ob in einer Gruppe, die nur für kurze Zeit, meist zwei Tage, zusammenkommt, oder in Schulungsreihen mit Auffrischungen und immer wieder vertiefenden Bausteinen.
Am 1. April 1994 gründete Bernd Grossmann Grossmann Training. Die ersten zehn Jahre als Institutsleiter und Seminarleiter verbrachte er zwischen Heilbronn und Stuttgart, im Norden Baden-Württembergs – mitten im klassischen Zentrum der deutschen Automobilhersteller- und Zulieferindustrie.
Mit den Kunden wuchs der Radius. In den beiden Jahrzehnten danach führte die Arbeit dorthin, wo deutsche Technik im Einsatz ist: Verhandlungstrainings für REHAU Automotive in East London, Südafrika, Führungskräftetrainings für ABB in der Schweiz, „Verhandeln und Verkaufen" in Englisch für NSK Europe aus Ratingen in Mailand und bei Paris, ein Verkaufstraining für die Servicemannschaft von DMG (heute DMG MORI) in Luton bei London, „Successful communication on phone with customers" für Bosch in Bursa in der Türkei, Einsätze in Frankreich und in weiteren europäischen Ländern – bis nach Asien und Afrika. Und es geht weiter: Seit 2024 trainiert Grossmann Training die Servicetechniker von Konecranes in der Schweiz. Durch seine asiatischstämmige Ehefrau war Bernd Grossmann viele Jahre in zwei Welten unterwegs, räumlich wie kulturell. Das hat einen Blick geschärft, der sich in Seminaren mit internationalen Teams auszahlt: dafür, wie Mitarbeiter aus anderen Kulturen Zusammenarbeit, Kritik und Führung verstehen.








Seither begleitet Grossmann Training technische Organisationen dabei, Kompetenz in Wirkung zu übersetzen – im Inland und im Ausland, auf Wunsch auch in englischer Sprache.
Dass in kurzer Zeit eine Beziehung entsteht, die trägt: aufmerksam, vertrauensvoll und fürsorglich – zu jedem Einzelnen und zur ganzen Gruppe, oft schon am ersten Tag. Das ist kein Programmpunkt, sondern eine Haltung, und sie ist der Grund, warum Teilnehmer in den Seminaren an ihren echten Situationen arbeiten, statt sich hinter Lehrbuchfällen zu verstecken. Ein Beispiel dafür, das viel sagt: der Dank, der vor dem Ende kam.
Die Bedeutung von Verantwortung, Kameradschaft und Dienst wurzelt auch in der eigenen Familiengeschichte: Als Jugendlicher erlebte Bernd Grossmann, wie sein Vater Weggefährten aus dem Zweiten Weltkrieg zu Grabe trug – Männer, mit denen ihn eine Kameradschaft verband, die unter Beschuss und Lebensgefahr entstanden war, im gemeinsamen Einsatz für das Überleben des anderen. Wie tief diese Bindung reichte, wurde ihm erst im Rückblick wirklich bewusst.
Diese Erfahrung mit existenziellen Grenzsituationen reicht auch in das eigene Leben: Zwei Jahre lang hat Bernd Grossmann seine Frau, mit der ihn eine tiefe Liebe verband, durch eine Krebserkrankung begleitet – bis zu ihrer vollständigen Hilflosigkeit und ihrem Tod. Die Erfahrung der palliativen Betreuung, in der es auf Nähe, Zuwendung und das Aushalten von Ohnmacht ankommt, hat sein Verständnis für Kommunikation unter existenziellem Druck noch einmal vertieft.
Diese Erfahrungen prägen bis heute, wie Bernd Grossmann arbeitet. Teilnehmer und Auftraggeber beschreiben ihn immer wieder als sehr authentisch – und Authentizität ist die Grundlage dafür, dass Training wirklich wirkt: so wie ein guter Trainer im Sport seine Sportler wirksam macht, indem er die zentralen Engpässe löst, die zwischen ihnen und ihrer vollen Leistung stehen.
Studium der Betriebswirtschaft an den Universitäten Bayreuth und Göttingen mit vertiefter Beschäftigung mit Sozialpsychologie, Kommunikation und menschlichem Verhalten im wirtschaftlichen Umfeld.
Personenzentrierter Ansatz mit Fokus auf aktives Zuhören, Verstehen und Entwicklung durch Beziehung – Grundlage für wertschätzende Gesprächsführung und Coaching.
Beschäftigt sich mit Kommunikationsmustern, Rollenverhalten und Eskalationsdynamiken – hilft zu verstehen, warum Gespräche gelingen oder scheitern.
In mehreren Fortbildungen bei Michael Grinder erlernt: die feine Beobachtung von Körpersprache, Blickkontakt und Gesprächssteuerung. Grossmann Training überträgt diese Fertigkeiten gezielt auf Techniker und Ingenieure, die komplexe Sachverhalte für ihre Gesprächspartner vereinfachen und veranschaulichen müssen. Das Ergebnis: anschaulichere, personenzentriertere und kurzweiligere Gespräche – weil neben der Sachbotschaft auch die körpersprachlichen Signale des Gegenübers erkannt und genutzt werden, um Hemmnisse abzubauen und das Gespräch voranzubringen.
Bernd Grossmann ist Mitglied im Bund Deutscher EinsatzVeteranen e.V. und begleitet dort ehrenamtlich Soldaten, die aus Auslandseinsätzen der Bundeswehr zurückgekommen sind – als Gesprächspartner, Zuhörer und Coach. Dazu kommt die Weiterbildung der Menschen, die Veteranen und ihre Familien unmittelbar betreuen.
Diese Soldaten sind ein Risiko eingegangen, das in unserer Gesellschaft kaum jemand sonst trägt: Sie haben Leib und Leben eingesetzt, damit die Welt an einem Ort ein wenig stabiler und friedlicher wird. Viele bringen Erlebnisse mit, die sich nicht einfach ablegen lassen. Und viele erleben nach der Rückkehr, dass ihr Einsatz im eigenen Umfeld, im Freundeskreis und in der Gesellschaft kaum gesehen wird. Das wiegt oft genauso schwer.
Genau dort setzt die Begleitung an: zuhören, ohne wegzusehen; das Erlebte gemeinsam einordnen; und Schritt für Schritt wieder Freude an einem Gemeinwesen finden, in dem man sich aufgenommen fühlt. Der Verband nennt das „Treu gedient – Treue verdient – Treue erfahren“. Bernd Grossmann versteht sich dabei als Bindeglied zwischen dem, was ein Veteran erlebt hat, und dem Leben, in das er zurückkehrt.
Die Grundlage ist dieselbe wie in der Arbeit mit Technikern und Führungskräften: das Non Directive Counseling nach Carl Rogers, also einem Menschen so zuzuhören, dass er sich selbst besser versteht – ergänzt um die Fallmanagement-Schulung des Verbands und Fortbildung zum Umgang mit posttraumatischen Belastungen. Neben dem Zuhören kommen deshalb auch aktive Elemente zum Einsatz, die helfen, belastende Erinnerungen zu ordnen und im Alltag wieder Boden zu gewinnen. Die Begleitung ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Behandlung; sie steht neben ihr.
Warum ausgerechnet Soldaten? Weil ein Einsatz im Kern ein Dienst ist – wie bei Feuerwehrleuten, Polizisten und Rettungssanitätern, die ihre Arbeit mit einem Risiko für das eigene Leben tun, beim Soldaten im Auslandseinsatz am größten. Wer seit über dreißig Jahren mit Servicemannschaften arbeitet, erkennt diese Haltung sofort wieder: hingehen, wo es schwierig ist, und die Sache zu Ende bringen. Den Soldaten, die dafür so viel riskiert haben, etwas zurückzugeben, ist für Bernd Grossmann kein Nebenprojekt, sondern ein Bedürfnis.
Dass die Gespräche schnell Vertrauen finden, hat auch einen privaten Grund: Bernd Grossmann ist Jäger, im Ausland auf Bogenjagd, und betreibt sportlich das Long Range Shooting, also Präzisionsschießen auf lange Distanzen. Wer mit Soldaten spricht, muss nicht alles selbst erlebt haben – aber es hilft, wenn er ihre Welt nicht nur aus Büchern kennt. So entsteht ein Gespräch unter Gleichen, kein Behandlungsgespräch.
Wer für andere ein Risiko eingegangen ist, verdient nach der Rückkehr Wertschätzung, Zeit und mindestens ein offenes Ohr. Das ist der Kern dieser Arbeit.
Für größere Entwicklungsprogramme können weitere erfahrene Trainer eingebunden werden – geeignet für Team- und Niederlassungsentwicklung, parallele Maßnahmen und größere Organisationseinheiten.